|
Informationen zu Klostergang
|
Klostergang
|
Das Kloster Riddagshausen
Das Kloster in dem teichreichen Gebiet östlich von Braunschweig wurde 1145 durch Ludolf von Wenden gegründet und mit Zisterziensern aus Amelungsborn besetzt. 1146 schenkte Heinrich der Löwe dem Kloster das Dorf „Ridtageshusen“ mit allem „Zubehör, Wasser und Land“.
Ab dem 15. Jh. wurde Braunschweig immer unabhängiger gegenüber dem Landesherrn und besaß schließlich eine fast reichsfreie Stellung. Die zunehmende Selbstständigkeit der Stadt trug dazu bei, dass um 1432 der herzogliche Sitz endgültig nach Wolfenbüttel verlegt wurde. Es kam zu Streitigkeiten und nach der Einführung der Reformation in Braunschweig im Jahre 1528 auch zu reformatorischen Kämpfen mit den katholischen Herzögen. Da die Stadt jedoch nicht militärisch bezwungen werden konnte, folgte den Auseinandersetzungen stets die Plünderung und Verwüstung des Klosters Riddagshausen, das während der Belagerungen der Stadt herzogliches Hauptquartier war. Erst 1671 unterwarf sich Braunschweig - geschwächt durch die Uneinigkeit der Bürger - dem Landesherren. Im Jahre 1753 folgte die Verlegung der herzoglichen Residenz von Wolfenbüttel zurück nach Braunschweig.
Mit der Reformation des Klosters im Jahre 1568 verbesserte sich die wirtschaftliche Situation Riddagshausens. Nach dem Dreißigjährigen Krieg (1618–48) erfolgte die Umwandlung der Klosteranlage in eine herzogliche Domäne. Der Siebenjährige Krieg (1756-63) und die napoleonische Herrschaft in Braunschweig (1806-13) führten zum Verfall der Klosteranlage. Mitte des 19. Jh. erfolgte der Abbruch der Konventsgebäude und der Kreuzgangreste.
Der heutige Bau von St. Maria, der ehemaligen Klosterkirche der Zisterzienser, wurde um 1216 in der Zeit des Übergangs vom romanischen zum gotischen Baustil errichtet. Die Schlussweihe erfolgte im Jahre 1275. Der schlicht gestaltete Bau besitzt entsprechend den Ordensregeln keinen Turm, sondern lediglich einen Dachreiter für das Glockengeläut. Die mittelalterliche Innenausstattung ist aufgrund der wiederholten Plünderungen nicht mehr vorhanden. St. Maria ist heute ev. Pfarrkirche.
Der Klosterbezirk war von einer hohen Mauer umgeben und besaß zwei Zugänge. Das südliche Tor war schlicht gestaltet und offensichtlich für die Mönche bestimmt. Im Norden erfolgte der Zugang durch das im späten 12. Jh. erbaute Torhaus. In dem heute restaurierten Torhaus und in dem an der Ostseite unmittelbar angrenzenden Fachwerkhaus aus dem 18. Jh. befindet sich seit 1988 das Zisterzienser-Museum.
Dem Torhaus war im Norden ursprünglich eine Torhalle vorangestellt, die über eine im 15. Jh. erbaute zweistöckige Vorhalle einen direkten Zugang zur Fremden- oder Frauenkapelle besaß. Die in der zweiten Hälfte des 13. Jh. errichtete Kapelle war bis dahin frei stehend und grenzt heute mit der Südseite an das Zisterzienser-Museum. |
Auf ein Bild klicken um es zu vergrößern |
|
|
Klostergang auf Google Maps anzeigen
|
|
|
 |
|
Folgende Geschäfte auf Einkaufen-in-Braunschweig.de befinden sich in der Nähe des Klostergangs:
|
|
|
Einkaufen in Braunschweig - Ihr innovativer Online-Wegweiser durch den regionalen Handel rund um Braunschweig.
|