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Informationen zu Hinter der Magnikirche

Hinter der Magnikirche


St. Magni und das Weichbild Altewiek

Das Gebiet um die Kirche St. Magni gehört mit dem Burgplatz und dem Kohlmarkt zu den ältesten Stadtteilen Braunschweigs. In der Weiheurkunde von St. Magni wurde das Dorf mit dem Namen „Brunesguik“ 1031 erstmals erwähnt. Die Siedlung um den Kohlmarkt, die spätere Altstadt, entwickelte sich zum Zentrum des Handels und übernahm den Namen „Brunesguik“, der später auf die Gesamtstadt überging. Das um St. Magni angesiedelte Dorf erhielt den Namen „Altewiek“ und wurde vor 1200 zum Weichbild erhoben. Altewiek wurde als letztes der Weichbilder Anfang des 13. Jh. mit der angrenzenden Klosterfreiheit St. Aegidien in den städtischen Mauerring einbezogen.

Altewiek war mit der Klosterfreiheit St. Aegidien eng verbunden. Neben der Grundzinspflicht gegenüber St. Aegidien zeigte sich dies auch in der topografischen Anordnung des Weichbildes. So entwickelte sich der Markt der Altewiek nicht nahe der Pfarrkirche St. Magni, sondern vor der Klostersiedlung auf dem Aegidienmarkt. Im Zentrum des Platzes befand sich auch das Altewiekrathaus, erstmals erwähnt im Jahre 1395. Das Gebäude wurde 1752 abgebrochen. An dieser Stelle errichtete der damalige Hofbaumeister G. C. Sturm 1754 den Aegidienkeller. In diesem Haus starb der Dichter G. E. Lessing am 15. Februar 1781, er wurde auf dem Magnifriedhof begraben.

Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebiet der Altewiek mit Ausnahme des heutigen Magniviertels weitgehend zerstört. Im Rahmen des Wiederaufbaus des kriegszerstörten Braunschweigs entwickelte der damalige Landeskonservator K. Seeleke ein Denkmalkonzept. Hierbei sollten bedeutende Kirchen und die in der Nähe befindlichen historischen Bauten in einer städtebaulichen Gesamtheit erhalten bleiben. Außer St. Magni wurden Bereiche um den Dom St. Blasii, St. Aegidien, St. Martini und später St. Michaelis hierzu ausgewählt und zur Traditionsinsel ernannt. Die historischen Bauten wurden hierbei repariert oder rekonstruiert und Neubauten mit historischer Bausubstanz eines anderen Standortes versehen. Als Beispiel erwähnt sei der Straßenzug Hinter der Magnikirche. Die zerstörte Kirche St. Magni wurde1956-64 in vereinfachter Form wieder aufgebaut.

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